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Jugendhearing 2025

Es gibt jetzt schon seit 30 31 Jahren eine Jugendbeteiligung in Ulm, und – wie das nun Mal so ist, sind halt nicht alle Jugendlichen in der Jugendbeteiligung. Deswegen gab’s schon länger den Plan bei uns, mal größer rumzufragen, was den unsere Generationsgenoss*innen so bewegt.

Um zu wissen, was die Jugendlichen aktuell beschäftigt, wo „der Schuh drückt“ und was bereits schon gut läuft, haben wir eine große Jugendumfrage designt und mit Unterstützung von OB Martin Ansbacher durchgeführt. Die Jugendumfrage unter dem Motto „ulm soll“ bestand zum einen aus einem Präsenztermin am 16.03.2025 im Roxy, an dem über 60 Jugendliche über die Themen reden konnten, die sie beschäftigen, und Wünsche und Forderungen an die Stadt stellen konnten. Zum anderen beantworteten 1069 Teilnehmer*innen eine Online-Umfrage, in denen sie ihre Ansichten zur Stadt, zur Sicherheit, zu den Gestaltungsmöglichkeiten der Freizeit und vielem mehr angaben.

Nun liegen hier bei uns die Ergebnisse (leider schon zu lange wieder) rum, und wir wollen hier jetzt Mal beginnen, euch ein wenig zu Ergebnissen mit ins Boot zu holen: Als Auftakt sind dazu bereits vier Reels auf unserem Instagram erschienen, wo wir uns und drei Hauptpunkte aus dem Jugendhearing vorstellen.

Die drei Punkte wollen wir aber auch hier nochmal festhalten:

Teurer Wohnungsmarkt

Als einen großen Punkt haben wir bei der Online-Umfrage abgefragt, wovor die Jugendlichen Angst haben. 70,25% der Teilnehmer*innen gaben den teuren Wohnungsmarkt an, so viele wie bei keiner anderen Angst. Auch bei dem Präsenztermin war das teure Wohnen ein Thema und der Wunsch nach einer finanziellen Entlastung war deutlich spürbar.
Wir fordern von der Stadt die Ausarbeitung einer Aktionsplans für ein günstiges Wohnen für junge Menschen.

Politik und Engagement

In der Online-Umfrage sollten die Jugendlichen ihre Zustimmung beziehungsweise Ablehnung zu Aussagen aus dem Bereich Politik und Engagement angeben. Die größte Zustimmung erhielten die Aussagen, die Engagement als etwas lohnenswertes und Spaß machendes zu sehen. Das Vorurteil, dass junge Menschen faul seien und sich nicht in die Gesellschaft einbringen möchten, lässt sich also nicht halten. Die größte Ablehnung erhielten Aussagen, in denen die jugendlichen Bedürfnisse und Forderungen als angemessen berücksichtigt beschrieben werden. Es herrscht also eine Politikverdrossenheit und das Gefühl, dass die Politik an jungen Menschen vorbei arbeitet.
Die Stadt muss Jugendliche Menschen besser ansprechen, dazu braucht es eine altersgerechtere Ansprache auf offiziellen Kanälen und einen Plan, wie die Bedürfnisse von jungen Menschen einen Einfluss auf die Kommunalpolitik haben.

Aufenthaltsräume

Auch junge Menschen nutzen die Stadt als Ort ihres Lebensmittelpunkts, nicht nur werden sie dort ausgebilet in Schule, Berufsschule oder Universität, sondern sie verbringen auch ihre Freizeit in der Stadt. Dafür braucht es Orte, die die Jugendliche aufsuchen können, und an denen sie sich wohlfühlen. Wir haben abgefragt, welche Art von Orten in Ulm fehlen und von welchen es bereits genug gibt. Als fehlend werden Orte wahrgenommen, in denen sich die Jugendlichen drinnen aufhalten können, ohne dabei aber konsumieren zu müssen, und die sie selber auch mitgestalten können. Auch Orte für jugendliche Kultur fehlen den jungen Menschen.
Wir fordern von der Stadt, mehr Orte zu schaffen, an denen Jugendliche sich selbstbestimmt aufhalten können.

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